Filme im… Juni 09
So, auch diesen Monat hab ich wieder ein paar Filme gesehen die mal kurz rezensiert sein wollen, und zwar waren das:
Illuminati – Angels and Demons
Keine Lieder über Liebe
Jungfrau, 40, männlich, sucht…
Garden State
Here we go…
Illuminati – Angels and Demons @ Ufa-Palast Stuttgart
Eine Buchverfilmung, bei der mir schon der Vorgänger (bzw. das Buch eigentlich der Nachfolger) nicht sonderlich gefallen hat. Und hier kommt es noch ein wenig dicker. Von der Handlung will ich nicht groß anfangen, das Buch fand ich eigentlich sogar ein wenig spannender als Sakrileg/Da Vinci Code.
Man merkt dem Film das große Budget an, allerding meiner Meinung nach an den falschen Stellen. Eine bombastische CGI-Kamerafahrt durch einen Teilchenbeschleuniger…Braucht kein Mensch, interessiert keinen. Kameraflüge über den Vatikan..hübsch, braucht der Film aber auch nicht. Allgemein gefiel mir die Kameraarbeit überhaupt nicht, zu komische Schnitte und allgemein. Ein einziges Mal haben mir die Technik und das Prinzip der „großen Bilder“ gut Gefallen, und zwar beim „großen Knall“ gegen Ende.
Auch mein Lieblingsschauspieler Tom Hanks wirkt viel behäbiger als noch im Da Vinci Code, vielleicht nagt langsam ein wenig das Alter an ihm, ich weiß es nicht, und auch die Synchro hat’s mir ein wenig versaut. Die obligatorische Begleiterin bleibt komplett blass.
Der interessanteste Darsteller, der Assassine, wird gezeigt, auch sein Charakter kurz angedeutet, aber eben nicht mehr, nicht vertieft. Ein weiterer Charakter, der Chef von CERN, der im Buch u.a. auch zur Spannung beiträgt, fehlt komplett.
Lichtblicke sind Ewan McGregor als Camerlengo udn die Erzählweise per Fernsehreporter, was meienr Meinung nach ruhig öfters hätte verwendet werden dürfen.
Hollywood-Kino, das mich enttäuscht hat, teilweise war ich sogar echt gelangweilt.
4/10 Punkte Filmstarts.de-Kritik: 4/10
Keine Lieder über Liebe @ DVD
Eins vorweg: Der Film hatte schon bevor ich ihn gesehen hatte ein Stein im Brett, dank Jürgen Vogel (Schauspieler), Thees Uhlman (Sänger von Tomte) und Marc Wiebusch (Sänger von Kettcar). Die sind zusammen mit anderen tollen Musikern im Film die „Hansen Band“ und haben sogar eine echte Platte aufgenommen, mit Vogel als Sänger, was einfach toll ist (*klick*).
Aber zum Film. Der ist als Dokumentation über eben jene Hansen Band aufgezogen. Tobias Hansen (vom guten Florian Lukas gespielt), dreht diesen Film. Eigentlich, um die Band beim Touralltag zu begleiten. Aber auch, um herauszufinden ob sein Bruder Markus (Vogel) etwas mit seiner Freundin (Heike Makatsch) hatte.
Das ganze spinnt sich natürlich zum großen Beziehungs- und Familiendrama, immer begleitet von der tollen Msuik und Einspielern von den Konzerten der Band in kleinen Clubs.
Große Action, überraschende Wendungen, tolle Kameratechnik oder sonstiges braucht man hier nicht erwarten. Alles bleibt ruhig, alles ist von vornerein klar, alles ist aus Sicht von Handkamera gedreht. Was man aber bekommt sind tolle Dialoge, voll von kontroversen Diskussionen, Weisheiten und Erkenntnissen über die Liebe und das Leben. Hört sich schmalzig an, ist aber doch toll.
Ein Nischenfilm, der, wenn man die Musik mag und sich darauf einlässt, durchaus berührt, ohne ganz große Begeisterung auszulösen.
7/10 Punkte Filmstarts.de-Kritik: 7/10 Bei Filmszene.de: 2/10
28. 6. 09: Jungfrau, 40, männlich sucht @ RTL
Hier mach ich’s mal kurz: Gute Grundidee des 40jährigen Mannes, dessen nerdige Freund ihm mal zum Sex verhelfen wollen. Steve Carrel als der bessere Adam Sandler oder Ben Stiller, mein Liebling Seth Rogen in einer weniger überzeugenden Nebenrolle, einige gute Gags, einige schlechte, Romanze so lala, alles in allem also
5,5/10 Punkte Filmstarts.de: 7/10 Filmszene.de: 6/10
29. 06. 09: Garden State @ DVD, im englischen Originaltitel
Hier handelt es sich mal wieder um einen Indie-Film, eine dieser kleinen Dramedys à la Juno oder Alles ist erleuchtet, wie ich sie in letzter Zeit so gerne sehe.
Das Drehbuch stammt aus der Feder von Zach Braff, der als JD aus Scrubs bekannt sein sollte. Gleichzeitig führt er Regie und spielt die Hauptrolle, eine echte Energieleistung also. Könnte schief gehen, dem ist aber nicht so, denn Braff zeigt in der Rolle des Andrew „Large“ Largeman, dass er richtig gut schauspielern kann.
Andrew lebt allein in Los Angeles, hat seine Familie seit Ewigkeiten nicht gesehen, denn er ist zerstritten mit seinem Vater. Doch als der eines Tages anruft und Andrew über den Tod seiner Mutter informiert, kehrt dieser in seine alte Heimat zurück.
Dort trifft er alte Freunde wieder, allesamt verrückte, aber sympathische Charaktere, feiert Partys und lernt schließlich Sam kennen. Sam, gespielt von der zauberhaften Natalie Portman, ist eine aufgeschlossene, immer lächelnde junge Frau. Dank ihr löst sich Andrew, der aufgrund bestimmter Ereignisse uns Verwicklungen innerlich versperrt zu sein scheint, aus seiner Lethargie, und eine zum Glück überhaupt nicht kitschige Liebesgeschichte entfaltet sich.
Es geht aber in erster Linie nicht um die Liebe, sonderm darum, was man aus seinem Leben machen sollte, und wie man mit allem umgehen sollte. Dies wird mit skurillen Charalteren, komischen Situationen, zwei guten Hauptdarstellern und einem hervorragenden Soundtrack begleitet.
Vorhalten kann ich, subjektiv gesehen, dem Film, dass er zu schnell vorbeigeht. Nacg 98 Minuten kommt das Ende, und ich fragte mich erstmal „Huch, ist doch noch gar nicht so viel passiert“. So lebt der Film also nicht unbedingt von der Handlung, aber vom Gesamtbild, dass durch die vorhin genannten Faktoren und die Grundbotschaft und -Stimmung entsteht.
8,5/10 Punkte Filmstarts.de-Kritik: 10/10 Bei Filmszene.de: 9/10

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