Filme im… Mai 09
Hier die Filme die ich in der letzten Woche gesehen habe, inklusive kurzer Meinung:
Das Parfum
Alles ist erleuchtet
Prestige
Matrix
01.06.09: Das Parfum – Geschichte eines Mörders @ Sat.1
Das Buch habe ich nicht gelesen, kannte die Story im Detail daher vorher nicht und hatte auch keine Erwartungen. Erzählt wird die Geschichte von Jean-Baptiste Grenouille, der das besondere Talent hat, Gerüche zu erkennen, zu identifizieren und sich daran zu erinnern. Als Kind wird er weggeben, landet bei einem Gerber und später bei einem Parfumeur. Als er den Geruch eines schönen Mädchens aufnimmt, folgt er ihr und tötet sie. Er will die Gerüche schöner Frauen konservieren und für ein Parfum verwenden, also lernt er das Handwerk und wird zum Serienmörder.
Der Film glänzt zunächst durch die schöne Darstellung des Settings, dem 18. Jahrhundert in Frankreich. Die Aufnahmen der Stadt und auch die Kostüme haben mir sehr gut gefallen. Auch die schauspielerischen Leistungen können sich sehen lassen: da haben wir Newcommer Ben Wishaw, der den verwirrten, hier als fast bemitleidenswert dargestellten Mörder Grenouille und seine Fähigkeit überzeugend spielt. Zusätzlich noch Dustin Hoffman in einer eher kürzeren Rolle als Grenouilles Lehrmeister und Alan Rickman, der Snape in HP spielt, als Gegenspieler.
Der stimmige Stil des Films und die Schauspieler sind also auf der positiven Seite, weniger gefallen haben mir der allgemeine Erzählstil, der mir ein wenig zu trocken, ohne Gefühle und (zu) oft per Erzähler ausgefallen ist. Außerdem hätte das Thema der Gerüche etwas besser hervorgehoben und herausgerabeitet sein können. Die Geschichte an sich gefiel mir recht gut, auch wenn ich den Vergleich zur Vorlage nicht habe.
Von mir 6,5/10 Punkte. Filmstarts.de Kritik: 6/10 Bei Filmszene.de: 6.5/10
01.06.09: Alles ist erleuchtet @ ZDF
Na toll, schon wieder eine Buchverfilmung zu der ich die Vorlage nicht gelesen habe.
Alles ist erleuchtet ist eine Tragikkomödie, in der sich der amerikanische Jude Jonathan in der Ukraine auf die Suche nach der Vergangenheit seines Großvaters begibt. Auf dieser helfen ihm der Ukrainer Alex und dessen Großvater.
Der Film lebt vom Zusamenspiel dieser drei skurillen Charaktere. Der introvertierte Jonathan, solide gespielt von Elijah Wood, ist ein Sammler. Überall wo er ist nimmt er Erinnerungsstücke mit und verpackt diese in kleine Plastiktüten. Alex ist ein junger, leicht prolliger Ukrainer. Er hat aber eine sehr nette Art, und wenn er Jonathan in schlechtem Deutsch/Englisch „Jonfen“ nennt, muss man ihn einfach gern haben.
Die fast schon zentrale Figur ist für mich aber Alex’ Großvater. Er repräsentiert auch den Film ganz gut, denn seine Figur entwickelt sich ähnlich wie die Stimmung des Films. Zu Beginn sorgt er noch für einige Lacher, so erzählt er zB, er sei blind, fährt aber munter mit dem alten Trabant durch die Gegend. Später aber zeigt sich seine tragische Vergangenheit (kurze Rückblenden, passend zum Titel immer mit Überblendungseffekten eingeleitet, ein tolles Stilmittel). So ist es auch im Film, am Anfang noch voller Witz, wozu vor allem die Dialoge zwischen den kauzigen Ukrainern und Jonathan beitragen („Ich bin vegetarier, ich esse kein Fleisch.“ – „Wie, er ist kein Fleisch?“ – „Nein, gar kein Fleisch.“ – „Auch keine Wurst? Was fehlt ihm?“), später aber entfaltet sich eine traurige Hintergrundgeschichte über die Leiden im zweiten Weltkrieg.
Ein tolles Kleinod an Film, dass nur ein wenig daran krankt, dass die Ukraine als hinterwäldlerisches Land dargestellt wird wie es sich nur die Amis vorstellen können, das ist aber imerhin gut dem Humor zuträglich. Insgesamt ein wirklich großer kleiner Film, immer mit einem Augenzwinkern und einem nachdenklichen Unterton, und dabei immer mit toller folklorischer Musik unterlegt.
8,5/10 Punkte Filmstarts.de-Kritik: 7/10 Bei Filmszene.de: 9/10
Desweiteren noch gesehen:
28.5.09: The Prestige – Meister der Magie @ DVD:
Mittlerweile schon zum vierten Mal gesehen. Die Geschichte des verbissenen Wettkampfes zweier Magier, von „Dark Knight“-Regisseur Christopher Nolan, inklusiver toller Erzählstruktur, den großartigen Christian Bale, Hugh Jackman und Michael Caine, der bezaubernden Scarlett Johannson und einem tollen Storytwist.
9,5/10
31.5.09: Matrix @ Pro 7
Ebenfalls zum x-ten Mal gesehen, muss ich nicht mehr viel sagen. Bahnbrechender erster Teil der Trilogie, unglaubliches Sci-Fi-Szenario, auch heute noch gute Special-Effects, philosophische Ansätze und Action vereint…
10/10

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